Wärmebild einer Fassade mit deutlich kälterer Stelle – Thermografie-Befund im Winter
Heizperiode · Graz & Steiermark

Gebäudethermografie –
Wärmebrücken & Wärmeverluste finden.

Der Winter ist das Messfenster für aussagekräftige Wärmebilder. Mit Drohnen-Thermografie zeigen wir Ihnen, wo Ihr Gebäude Energie verliert – an Fassade, Dach, Sockel, Fenstern und Leitungen. Damit Sie gezielt sanieren statt pauschal.

  • · Wärmebrücken
  • · Leckageortung
  • · Feuchte im Flachdach
  • · Bericht mit Empfehlungen
Grundlagen

Was ist Gebäudethermografie?

Jedes Gebäude gibt Wärme ab. Wie viel und wo, ist mit freiem Auge nicht zu erkennen – auf der Heizkostenabrechnung aber sehr wohl. Eine Wärmebildkamera misst die Infrarotstrahlung, die von Oberflächen ausgeht, und macht daraus ein Bild der Temperaturverteilung: das Thermogramm.

Bei der Gebäudethermografie betrachten wir die Außenhülle in der Heizperiode. Stellen, an denen mehr Wärme nach außen dringt als an der übrigen Fläche, erscheinen im Wärmebild heller und wärmer – etwa Wärmebrücken, Dämmlücken, undichte Anschlüsse oder austretende Warmluft. So wird sichtbar, wo ein Gebäude Energie verliert und wo sich eine Sanierung am meisten lohnt.

Wir setzen dafür die DJI Matrice 4T mit radiometrischer Wärmebildkamera ein. Sie erfasst Temperaturunterschiede ab 0,04 °C und nimmt parallel ein Farbfoto auf – so lässt sich jede Auffälligkeit eindeutig einem Bauteil zuordnen.

≥ 10 °C

Temperaturdifferenz innen/außen

Okt–Mär

Messfenster Heizperiode

40 mK

Thermische Empfindlichkeit NETD

Wärmebild einer Terrassentür im Winter – warme Ränder an Rahmen und Anschluss
Thermogramm einer Terrassentür: Rahmen und Anschlüsse heben sich deutlich von der kühleren Fassade ab.
Warum jetzt

Warum Gebäudethermografie nur im Winter funktioniert

Ein Wärmebild ist nur so aussagekräftig wie die Bedingungen, unter denen es entsteht. Die kalte Jahreszeit liefert genau die Voraussetzungen, die eine verlässliche Messung braucht – und wer jetzt misst, hat bis zum Frühjahr Klarheit für Sanierung, Angebote und Förderanträge.

Großes Temperaturgefälle

Erst wenn es innen deutlich wärmer ist als außen – mindestens etwa 10 °C Unterschied – fließt genug Wärme durch die Gebäudehülle, um Schwachstellen eindeutig vom Rest der Fläche zu unterscheiden.

Kein Sonneneinfluss

Sonne wärmt Fassaden und Dächer auf und überdeckt damit echte Wärmeverluste. Deshalb messen wir in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang, wenn die Oberflächen ausgekühlt sind.

Trocken & windarm

Regen, nasse Fassaden und starker Wind kühlen Oberflächen ungleichmäßig ab und verfälschen das Ergebnis. Wir planen den Messflug deshalb flexibel an einem passenden Wintermorgen.

Probleme & Lösungen

Typische Schwachstellen – und wie wir sie finden

Die meisten Wärmeverluste entstehen nicht dort, wo man sie vermutet. Diese sechs Schwachstellen begegnen uns bei Einfamilienhäusern, Wohnanlagen und Gewerbegebäuden in der Steiermark am häufigsten.

Wärmebrücken

Das Problem: An Deckenauflagern, auskragenden Balkonplatten, Attiken, Fensterlaibungen und Rollladenkästen fließt Wärme deutlich schneller nach außen als über die übrige Gebäudehülle. Auf der Innenseite kühlen diese Stellen ab – die Oberflächentemperatur kann unter den Taupunkt fallen.

Die Folgen: Höhere Heizkosten, kalte Raumecken, Kondensat und im schlimmsten Fall Schimmelbildung hinter Möbeln oder in Zimmerecken.

Unsere Lösung: Im Wärmebild zeichnen sich Wärmebrücken als klar abgegrenzte, wärmere Linien und Flächen an der Außenseite ab. Wir verorten sie im Bericht, damit Planer und Fachbetriebe gezielt an der richtigen Stelle ansetzen können.

Lückenhafte Dämmung an Dach & Fassade

Das Problem: Fehlende, abgerutschte oder durchfeuchtete Dämmung bleibt hinter Putz, Verkleidung und Dachdeckung unsichtbar. Besonders häufig betroffen sind Kniestock, Traufe, Dachflächen über ausgebauten Dachgeschoßen und der Sockelbereich.

Die Folgen: Ein Teil der Heizenergie geht dauerhaft verloren – oft über Jahre unbemerkt, weil die Räume trotzdem warm werden.

Unsere Lösung: Aus der Luft erfassen wir Dach und Fassaden vollständig, auch dort, wo man vom Boden aus nicht hinsieht. Unregelmäßige Wärmemuster zeigen, wo die Dämmung fehlt oder nicht mehr wirkt.

Leckagen & Luftundichtheiten

Das Problem: Undichte Anschlüsse zwischen Bauteilen, offene Fugen, Durchdringungen und schlecht abgedichtete Dachanschlüsse lassen warme Raumluft unkontrolliert nach außen strömen.

Die Folgen: Zugluft und Wärmeverlust, dazu Feuchtigkeit, die mit der warmen Luft in die Konstruktion gelangt und dort kondensieren kann.

Unsere Lösung: Austretende Warmluft hinterlässt an der Außenseite charakteristische Wärmefahnen. Diese Leckagen machen wir sichtbar und dokumentieren sie mit Lage und Vergleichsfoto.

Feuchtigkeit im Flachdach

Das Problem: Ein kleiner Riss in der Abdichtung reicht, damit Wasser in die Dämmung eines Flachdachs eindringt. Innen ist davon oft lange nichts zu sehen, weil sich das Wasser großflächig in der Dämmebene verteilt.

Die Folgen: Die nasse Dämmung verliert ihre Wirkung, das Dach wird schwer, und wenn der Schaden innen sichtbar wird, ist die Sanierungsfläche meist schon groß.

Unsere Lösung: Durchfeuchtete Bereiche speichern Wärme anders als trockene und heben sich im Thermogramm ab. So lassen sich Verdachtsflächen eingrenzen, bevor großflächig geöffnet wird.

Leckortung an Heiz- & Nahwärmeleitungen

Das Problem: Erdverlegte Heizleitungen, Nahwärme- und Fernwärmeanschlüsse verlieren bei beschädigter Isolierung oder bei Undichtheiten Energie ins Erdreich – ohne dass man es an der Oberfläche bemerkt.

Die Folgen: Steigende Energiekosten, sinkender Druck im System und aufwendige Suchgrabungen auf Verdacht.

Unsere Lösung: Bei kaltem Boden zeichnet sich der Verlauf warmer Leitungen im Wärmebild ab. Auffällige Wärmeflecken geben Hinweise, wo eine Leckage oder ein Isolationsschaden liegen kann – das Aufgraben lässt sich so gezielt eingrenzen.

Fenster, Rollladenkästen & Anschlüsse

Das Problem: Selbst neue Fenster verlieren Wärme, wenn der Anschluss an das Mauerwerk nicht sauber ausgeführt oder die Laibung schlecht gedämmt ist. Alte Rollladenkästen sind oft regelrechte Wärmelöcher.

Die Folgen: Kalte Fensterbereiche, beschlagene Scheiben, Zugluft und Feuchte in den Laibungen.

Unsere Lösung: Im Thermogramm zeigen sich undichte Fensteranschlüsse als warme Ränder rund um den Rahmen. Damit wissen Sie, ob das Problem am Fenster selbst oder am Einbau liegt.

Praxisbeispiel

Eine kalte Stelle an der Fassade – und was sie bedeutet

Bei der Thermografie eines Neubaus fiel uns an einem Wintermorgen eine klar abgegrenzte, deutlich kühlere Stelle mitten in der Fassade auf. Während die Wand rundherum bei etwa −1,7 bis −1,9 °C lag, zeigte der Messpunkt im Zentrum −3,2 °C – rund 1,5 Grad weniger auf engstem Raum.

Wärmebild Fassade mit kalter Stelle – Messpunkt −3,2 °C gegenüber rund −1,8 °C Umgebung
Detail mit Messpunkten: SP1 im Zentrum der Auffälligkeit −3,2 °C, die umliegenden Punkte −1,7 bis −2,3 °C.
Wärmebild Fassade – dunkle, kalte Stelle ohne Messoverlay
Dieselbe Stelle einige Minuten früher, ohne Messoverlay: Die kalte Zone ist klar abgegrenzt und zeichnet sich deutlich von der Umgebung ab.

Was man sieht

An der Außenseite einer beheizten Wand ist eine kältere Stelle ungewöhnlich – normalerweise fallen Schwachstellen als wärmere Bereiche auf. Ein lokal kälterer Fleck deutet darauf hin, dass dort etwas anders ist als in der übrigen Fläche: Feuchtigkeit, die verdunstet und dabei Wärme entzieht, ein Hohlraum oder ein abweichender Materialaufbau.

Warum ein zweiter Blick zählt

Wir haben die Stelle mehrfach, aus verschiedenen Winkeln und im zeitlichen Verlauf aufgenommen. Bei Neubauten können Restfeuchte und Speichereffekte während der Aufheizphase solche Muster erzeugen, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Erst der Vergleich über die Zeit zeigt, ob es sich um einen vorübergehenden Effekt oder um einen dauerhaften Befund handelt.

Was im Bericht steht

Jede Auffälligkeit wird mit Messwerten, Lage und Vergleichsbild dokumentiert – und transparent eingeordnet: was die Thermografie belegt, was sie nur vermuten lässt und wo eine Prüfung vor Ort sinnvoll ist. So bekommen Sie eine ehrliche Grundlage statt vorschneller Diagnosen.

Einblick

Gebäudethermografie aus der Praxis

Echte Messbilder aus unseren Einsätzen in der Steiermark – mit Messpunkten, wie sie auch im Bericht stehen.

Wärmebild Sockelbereich – Wärmebrücke am Übergang zum Erdreich mit Messpunkten
Sockel: Am Übergang zum Erdreich misst die Kamera bis zu +4,4 °C, die Wand darüber liegt bei rund −2 °C – ein typisches Wärmebrücken-Muster im Sockelbereich.
Wärmebild Traufe – wärmeres Band zwischen den Sparrenköpfen
Traufe: Zwischen den Sparrenköpfen zeigt sich ein wärmeres Band – hier gelangt mehr Wärme nach außen als über die übrige Fassade.
Wärmebild Gebäudeecke – senkrechte Wärmebrücke im Eckbereich
Gebäudeecke: Eine senkrechte warme Linie markiert eine Wärmebrücke im Eckbereich – vom Boden aus in dieser Höhe kaum sauber zu erfassen.
Wärmebild Fenster mit Messpunkten – wärmere Rahmen und Anschlussfuge
Fenster: Rahmen und untere Anschlussfuge liegen bei bis zu +4,9 °C, die Wand daneben bei rund −1 °C – jeder Wert wird im Bericht mit Messpunkt dokumentiert.

Weitere Projekte finden Sie in unseren Referenzen.

Methode

Thermografie mit Drohne oder vom Boden?

Klassische Gebäudethermografie wird mit einer Handkamera vom Boden aus gemacht. Das funktioniert gut für das Erdgeschoß – stößt aber an Grenzen, sobald es um Dach, obere Geschoße oder große Gebäude geht.

Kriterium Handkamera vom Boden Drohnen-Thermografie
Dachflächen Kaum bis gar nicht einsehbar Vollständig, von oben und schräg
Obere Geschoße & Traufe Steiler Blickwinkel, Reflexionen Frontaler Blick auf jede Fassadenhöhe
Große Objekte Zeitaufwendig, teils Hubsteiger nötig Wohnanlagen und Hallen in einem Durchgang
Flachdach & Leitungen Nur begrenzt möglich Flächige Übersicht aus der Vogelperspektive
Zuordnung der Befunde Je nach Kamera Wärmebild + Farbfoto, georeferenziert
Für wen

Wer von einer Winter-Thermografie profitiert

Hausbesitzer

Vor der Sanierung wissen, wo es sich lohnt – statt pauschal zu dämmen. Das Thermogramm hilft, Maßnahmen zu priorisieren und Angebote von Handwerkern besser einzuordnen.

Hauskäufer

Den energetischen Zustand einer Immobilie vor dem Kauf einschätzen. Versteckte Schwachstellen an Dach und Fassade fließen so in die Kaufentscheidung und Preisverhandlung ein.

Hausverwaltungen

Wohnanlagen und Mehrparteienhäuser flächig erfassen – ohne Gerüst und in kurzer Zeit. Eine gute Grundlage für Instandhaltungsplanung und Eigentümerversammlungen.

Gewerbe & Gemeinden

Hallen, Schulen und öffentliche Gebäude: Schwachstellen erkennen und Sanierungen nach Dringlichkeit reihen. Mehr dazu auf unserer Seite für Gemeinden.

Vorgehen

So läuft Ihre Gebäudethermografie ab

1

Anfrage & Objekt

Sie schicken uns Adresse, Gebäudeart und Ihre Fragestellung – zum Beispiel kalte Räume, Schimmel, hohe Heizkosten oder eine geplante Sanierung. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einem Angebot.

2

Termin nach Wetter

Wir beobachten die Wetterlage und wählen einen kalten, trockenen und windarmen Morgen mit ausreichender Temperaturdifferenz. Was Sie vorab vorbereiten sollten, besprechen wir mit Ihnen.

3

Messflug vor Ort

Systematische Befliegung aller Fassaden und des Dachs mit Wärmebild- und Farbkamera – vor Sonnenaufgang, damit kein Sonneneinfluss das Ergebnis verfälscht.

4

Bericht

Sie erhalten die Thermogramme mit Vergleichsfotos, markierten Auffälligkeiten, einer Einschätzung nach Dringlichkeit und Hinweisen für die nächsten Schritte.

Ehrlich gesagt

Was Thermografie kann – und was nicht

Thermografie ist ein sehr wirksames Werkzeug, um Schwachstellen schnell und berührungslos zu finden. Damit Sie die Ergebnisse richtig einordnen, sagen wir Ihnen auch, wo ihre Grenzen liegen:

  • ·Gemessen wird die Oberflächentemperatur – in die Wand hineinsehen kann keine Wärmebildkamera.
  • ·Glas, Blech und glänzende Oberflächen spiegeln Wärmestrahlung und werden entsprechend vorsichtig interpretiert.
  • ·Hinterlüftete Fassaden zeigen Wärmeverluste nur eingeschränkt, weil die Luftschicht Wärme abführt.
  • ·Ein Thermogramm liefert Hinweise und Verdachtsflächen. Die Ursache klärt im Zweifel ein Fachbetrieb vor Ort.
Einsatzgebiet

Gebäudethermografie in Graz und der ganzen Steiermark

TerraMetron sitzt in Laßnitzhöhe bei Graz. Weil gute Messtage im Winter kurzfristig entstehen, ist kurze Anfahrt ein echter Vorteil: Wir können flexibel reagieren, wenn die Bedingungen passen.

Unser Einsatzgebiet umfasst Graz, Graz-Umgebung, Gleisdorf, Weiz, Feldbach, Leibnitz und die gesamte Oststeiermark – auf Anfrage sind wir in ganz Österreich im Einsatz.

Neben Gebäuden untersuchen wir auch PV-Anlagen und Industrieanlagen – alle Einsatzbereiche finden Sie auf der Seite Drohnen-Thermografie.

A1/A2/A3
EU-Drohnenzertifizierung
40 mK
Thermische Empfindlichkeit (NETD)
24 h
Reaktionszeit auf Anfragen
AT
Steiermark & ganz Österreich
FAQ

Häufige Fragen zur Gebäudethermografie

Warum ist Gebäudethermografie nur im Winter sinnvoll?

Eine Wärmebildkamera misst die Temperatur von Oberflächen. Wärmeverluste werden erst dann sichtbar, wenn zwischen innen und außen ein deutliches Temperaturgefälle besteht – idealerweise mindestens 10 °C. Das ist in der Heizperiode, in der Steiermark etwa von Oktober bis März, zuverlässig der Fall. Im Sommer überlagern Sonneneinstrahlung und warme Außenluft die Signale.

Wann genau findet der Messflug statt?

Am besten in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang, bei trockenem und möglichst windstillem Wetter. Dann hat die Sonne die Fassaden seit dem Vortag nicht mehr aufgewärmt und das Wärmebild zeigt die tatsächlichen Wärmeverluste. Wir stimmen den Termin kurzfristig nach Wetterlage mit Ihnen ab.

Was muss ich vor dem Termin vorbereiten?

Das Gebäude sollte mindestens 12–24 Stunden vorher normal durchgeheizt sein, auch Räume, die sonst wenig genutzt werden. Fenster und Türen bleiben geschlossen, Rollläden möglichst offen, damit Fenster und Laibungen sichtbar sind. Fahrzeuge oder Gegenstände direkt an der Fassade sollten Sie wenn möglich wegstellen.

Was kostet eine Gebäudethermografie?

Der Aufwand hängt von Größe und Form des Gebäudes, der Anzahl der Fassaden, der Dachform und dem gewünschten Berichtsumfang ab. Schicken Sie uns Adresse, Gebäudeart und Ihre Fragestellung – Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden ein unverbindliches Angebot.

Wie lange dauert die Messung vor Ort?

Bei einem Einfamilienhaus ist der Messflug in der Regel in kurzer Zeit erledigt. Größere Objekte wie Wohnanlagen, Hallen oder mehrere Gebäude planen wir entsprechend ein. Ob Sie beim Messflug anwesend sein müssen, stimmen wir vorab mit Ihnen ab.

Welche Vorteile hat die Drohne gegenüber einer Handkamera vom Boden?

Aus der Luft erfassen wir auch Dachflächen, Traufen, Attiken und obere Geschoße, die vom Boden aus kaum oder nur sehr schräg einsehbar sind. Schräge Blickwinkel verfälschen Wärmebilder durch Reflexionen. Bei größeren Objekten sparen Sie außerdem Zeit und Gerüst.

Kann man mit Thermografie in die Wand hineinsehen?

Nein. Thermografie misst ausschließlich Oberflächentemperaturen. Was im Inneren eines Bauteils passiert, zeigt sich nur indirekt über die Temperaturverteilung an der Oberfläche. Deshalb gehört zu jedem Thermogramm eine fachkundige Interpretation – und bei Auffälligkeiten gegebenenfalls eine Prüfung vor Ort durch einen Fachbetrieb.

Ist jede Auffälligkeit im Wärmebild ein Baumangel?

Nein. Gerade bei Neubauten können Restfeuchte und Speichereffekte während der Aufheizphase Muster erzeugen, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Deshalb nehmen wir auffällige Stellen aus mehreren Blickwinkeln und im zeitlichen Verlauf auf und ordnen sie im Bericht nachvollziehbar ein.

Ist eine Thermografie auch bei einem Neubau sinnvoll?

Ja. Gerade bei neuen oder frisch sanierten Gebäuden lässt sich der Ausführungszustand der Gebäudehülle dokumentieren – etwa ob Dämmung und Anschlüsse durchgehend wirken. Das ist eine hilfreiche Unterlage für Gespräche mit den ausführenden Firmen.

Ersetzt die Thermografie einen Energieausweis oder ein Gutachten?

Nein. Die Thermografie zeigt, wo Wärme verloren geht und wo Auffälligkeiten liegen. Sie ist eine gute Grundlage für Gespräche mit Energieberatung, Planer oder Fachbetrieb – ersetzt aber weder einen Energieausweis noch eine bauphysikalische Ursachenanalyse vor Ort.

Das Messfenster ist offen.

Gute Messtage sind im Winter begrenzt. Jetzt anfragen – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einem unverbindlichen Angebot.

Wintertermin anfragen