Probleme & Lösungen
Typische Schwachstellen – und wie wir sie finden
Die meisten Wärmeverluste entstehen nicht dort, wo man sie vermutet. Diese sechs Schwachstellen begegnen uns bei Einfamilienhäusern, Wohnanlagen und Gewerbegebäuden in der Steiermark am häufigsten.
Wärmebrücken
Das Problem: An Deckenauflagern, auskragenden Balkonplatten, Attiken, Fensterlaibungen und Rollladenkästen fließt Wärme deutlich schneller nach außen als über die übrige Gebäudehülle. Auf der Innenseite kühlen diese Stellen ab – die Oberflächentemperatur kann unter den Taupunkt fallen.
Die Folgen: Höhere Heizkosten, kalte Raumecken, Kondensat und im schlimmsten Fall Schimmelbildung hinter Möbeln oder in Zimmerecken.
Unsere Lösung: Im Wärmebild zeichnen sich Wärmebrücken als klar abgegrenzte, wärmere Linien und Flächen an der Außenseite ab. Wir verorten sie im Bericht, damit Planer und Fachbetriebe gezielt an der richtigen Stelle ansetzen können.
Lückenhafte Dämmung an Dach & Fassade
Das Problem: Fehlende, abgerutschte oder durchfeuchtete Dämmung bleibt hinter Putz, Verkleidung und Dachdeckung unsichtbar. Besonders häufig betroffen sind Kniestock, Traufe, Dachflächen über ausgebauten Dachgeschoßen und der Sockelbereich.
Die Folgen: Ein Teil der Heizenergie geht dauerhaft verloren – oft über Jahre unbemerkt, weil die Räume trotzdem warm werden.
Unsere Lösung: Aus der Luft erfassen wir Dach und Fassaden vollständig, auch dort, wo man vom Boden aus nicht hinsieht. Unregelmäßige Wärmemuster zeigen, wo die Dämmung fehlt oder nicht mehr wirkt.
Leckagen & Luftundichtheiten
Das Problem: Undichte Anschlüsse zwischen Bauteilen, offene Fugen, Durchdringungen und schlecht abgedichtete Dachanschlüsse lassen warme Raumluft unkontrolliert nach außen strömen.
Die Folgen: Zugluft und Wärmeverlust, dazu Feuchtigkeit, die mit der warmen Luft in die Konstruktion gelangt und dort kondensieren kann.
Unsere Lösung: Austretende Warmluft hinterlässt an der Außenseite charakteristische Wärmefahnen. Diese Leckagen machen wir sichtbar und dokumentieren sie mit Lage und Vergleichsfoto.
Feuchtigkeit im Flachdach
Das Problem: Ein kleiner Riss in der Abdichtung reicht, damit Wasser in die Dämmung eines Flachdachs eindringt. Innen ist davon oft lange nichts zu sehen, weil sich das Wasser großflächig in der Dämmebene verteilt.
Die Folgen: Die nasse Dämmung verliert ihre Wirkung, das Dach wird schwer, und wenn der Schaden innen sichtbar wird, ist die Sanierungsfläche meist schon groß.
Unsere Lösung: Durchfeuchtete Bereiche speichern Wärme anders als trockene und heben sich im Thermogramm ab. So lassen sich Verdachtsflächen eingrenzen, bevor großflächig geöffnet wird.
Leckortung an Heiz- & Nahwärmeleitungen
Das Problem: Erdverlegte Heizleitungen, Nahwärme- und Fernwärmeanschlüsse verlieren bei beschädigter Isolierung oder bei Undichtheiten Energie ins Erdreich – ohne dass man es an der Oberfläche bemerkt.
Die Folgen: Steigende Energiekosten, sinkender Druck im System und aufwendige Suchgrabungen auf Verdacht.
Unsere Lösung: Bei kaltem Boden zeichnet sich der Verlauf warmer Leitungen im Wärmebild ab. Auffällige Wärmeflecken geben Hinweise, wo eine Leckage oder ein Isolationsschaden liegen kann – das Aufgraben lässt sich so gezielt eingrenzen.
Fenster, Rollladenkästen & Anschlüsse
Das Problem: Selbst neue Fenster verlieren Wärme, wenn der Anschluss an das Mauerwerk nicht sauber ausgeführt oder die Laibung schlecht gedämmt ist. Alte Rollladenkästen sind oft regelrechte Wärmelöcher.
Die Folgen: Kalte Fensterbereiche, beschlagene Scheiben, Zugluft und Feuchte in den Laibungen.
Unsere Lösung: Im Thermogramm zeigen sich undichte Fensteranschlüsse als warme Ränder rund um den Rahmen. Damit wissen Sie, ob das Problem am Fenster selbst oder am Einbau liegt.